Bienen

Die Honigbiene

Honig­bie­nen sind wohl die ältes­ten und bekann­tes­ten Nutz­in­sek­ten mit zahl­rei­chen Unter­ar­ten. Sie pro­du­zie­ren nicht nur Honig und Bie­nen­wachs, son­dern bestäu­ben eine Viel­zahl von Pflan­zen und ohne des­sen Arbeit könn­ten sich vie­le Früch­te nicht ent­wi­ckeln. Bis auf die Ant­ark­tis ist die Honig­bie­ne auf jedem Kon­ti­nent ver­tre­ten. Es gab sie außer­dem schon lan­ge bevor es den Men­schen gibt.

Bie­nen sind vor allem dafür bekannt Honig zu pro­du­zie­ren. Dazu sam­meln die Bie­nen zunächst den Nek­tar aus den Blü­ten und ver­ar­bei­ten ihn dann zu Honig wei­ter. Beim Sam­meln des Nek­tars geschieht aber noch etwas viel Wich­ti­ge­res. Die Pol­len blei­ben an den Bie­nen haf­ten und wer­den zur nächs­ten Blü­te trans­por­tiert, somit bestäu­ben sie die Blu­men, was einen extrem wich­ti­gen Schritt dar­stellt, da die Pflan­zen sonst kei­ne Früch­te tra­gen kön­nen.

Die Honig­bie­ne ist in einem kom­ple­xen Sozi­al­ver­band orga­ni­siert mit einer strik­ten Auf­ga­ben­ver­tei­lung, was die höchs­te Form sozia­ler Gefü­ge bei Tie­ren dar­stellt. Der Bie­nen­stock umfasst bis zu 80 000 Indi­vi­du­en wozu Arbei­te­rin­nen, Droh­nen sowie die Köni­gin zäh­len. Die Köni­gin hebt sich mit ihrer Grö­ße von 20–25 mm deut­lich von den übri­gen Bie­nen ab. Als ein­zi­ges frucht­ba­res Weib­chen besteht ihre allei­ni­ge Auf­ga­be dar­in ca. 150 000 Eier pro Jahr zu legen. Dabei wird sie voll­kom­men von den Arbei­te­rin­nen umsorgt. Die­se sind außer­dem für jede anfal­len­de Arbeit im Bie­nen­stock zustän­dig, dazu gehört die Pfle­ge und Füt­te­rung der Maden, das Bau­en der Waben und das Ein­tra­gen von Nek­tar, Blü­ten­staub, Was­ser und Pflan­zen­har­zen. Die ein­zi­gen männ­li­chen Bie­nen hei­ßen Droh­nen und sie haben nur eine Bestim­mung: Das Begat­ten der Bie­nen­kö­ni­gen. Nach die­sem Vor­gang haben sie kei­ne Auf­ga­be mehr und ster­ben.

Die­se Arbeits­tei­lung erfor­dert eine gute Kom­mu­ni­ka­ti­on. Die­se Kom­mu­ni­ka­ti­on der Bie­nen ist seit län­ge­rem Gegen­stand der For­schung und für die Ent­schlüs­se­lung der Grund­sät­ze wur­de sogar der Nobel­preis ver­ge­ben. Dabei wer­den durch einen bestimm­ten „Tanz“ Art, Lage und Ergie­big­keit der Fut­ter­quel­len wei­ter­ge­ge­ben.

Im Win­ter hal­ten die Bie­nen Win­ter­ru­he, sie blei­ben in ihrem Stock und ernäh­ren sich von ihrem im Som­mer gesam­mel­ten Honig, des­we­gen ist es wich­tig, dass die Imker nicht zu viel Honig ern­ten. Die Tem­pe­ra­tur im Bie­nen­stock wird auch im Win­ter kon­stant gehal­ten durch geziel­tes Hei­zen mit den Flü­gel­schlä­gen der Bie­nen. Eine wei­te­re Beson­der­heit der kul­ti­vier­ten Honig­bie­ne ist, dass sie allei­ne nicht über­le­ben kann, son­dern nur im Ver­band, da sie den sozia­len Kon­takt mit Art­ge­nos­sen benö­tigt. Durch Krank­hei­ten wie die ein­ge­schlepp­te Var­roa-Mil­be ist es unmög­lich für Wild­bie­nen­schwär­me gewor­den zu über­le­ben, die Völ­ker benö­ti­gen die Hil­fe der Imker. Die­se sichern somit den Fort­be­stand die­ses ein­zig­ar­ti­gen und enorm wich­ti­gen Insekts, wes­we­gen es not­wen­dig ist, die loka­len Imker zu unter­stüt­zen.